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Eine neue Behandlungsmöglichkeit, bei bandscheibenbedingten Erkrankungen im Lendenwirbelsäulenbereich, bei der ein Ozon-Sauerstoffgemisch direkt in die betroffene Bandscheibe appliziert wird ( „Ozon-Chemonukleolyse“)
Sie kann bei Bandscheibenvorfällen und vorwölbungen im Bereich der Lendenwirbelsäule angewandt werden.
Was ist Ozon und wie wirkt es?
Ozon ist eine aktive Form des Sauerstoffes(O3), mit starker Oxidationsfähigkeit
Wie erklärt man sich die Wirkung des Ozons auf die Bandscheibe?
Die direkte Einwirkung des Ozons führt zu einer Verminderung des Wassergehaltes im weichen Kern ( Nucleus pulposus) der Bandscheibe, und damit zu einer Volumenminderung der Bandscheibe, die auf die Nervenwurzel drückt.
Die Wirkung wird unterstützt durch die entzündungshemmenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften des Ozon.
Die Schmerzlinderung erklärt man sich zusätzlich durch die Oxygenierung der Entzündungs- und Schmerzmediatoren.
Gibt es bereits größere Erfahrungen mit dieser Behandlungsmethode?
In einer groß angelegten Studie mit 600 konservativ ausbehandelten Patienten, nach dem Schema, wie auch wir es anwenden, zeigten sich nach 6 Monaten folgende Ergebnisse:
Behandlung erfolgreich:
- 78,3%, davon 53,3% mit sehr gutem und 25 % mit gutem Erfolg
- 16,7% ohne Besserung, aber Op nicht erforderlich
- 5% ohne Besserung mit nachfolgender Operation
Von an der Bandscheibe bereits voroperierten Patienten hatten immerhin noch 50% bei einem neuerlichen Vorfall eine Besserung ihrer Beschwerden mit dieser Behandlungsmethode.
Wie groß ist die Gefahr von Komplikationen?
Insgesamt ist das Risiko als sehr gering einzustufen. In der oben zitierten Studie kam es zu 2 vorübergehenden Lähmungen in einem Bein, die nach 2 Stunden wieder verschwanden und auf das während der Operation eingespritzte örtliche Betäubungsmittel ( wie beim Zahnarzt) zurückgeführt wurden.
Wie und wo wird die Behandlung durchgeführt?
Der Eingriff wird in aller Regel ambulant in unserer Praxis durchgeführt. Er erfolgt in örtlicher Betäubung. Die Patienten sind auf dem Bauch gelagert, der Eingriff erfolgt unter gleichzeitiger Durchleuchtung. Die Eingriffsdauer variiert etwas in Abhängigkeit davon, ob 1 oder 2 Bandscheiben betroffen sind, beträgt aber im Allgemeinen dtl. unter 30 Minuten.
Nach dem Eingriff bleiben die Patienten noch 2 Stunden unter unserer Beobachtung, und können dann bei unauffälligen Herz-Kreislaufverhältnissen wieder nach Hause. Selbständiges Autofahren ist am des Eingriffes nicht erlaubt. Für den Fall, daß es nach nach dem Eingriff zu Fragen oder Unsicherheiten kommt, sind wir für unsere Patienten immer telephonisch erreichbar. Ist wegen anderer Erkrankungen oder fehlender Begleitperson eine ambulante Behandlung nicht möglich, so haben wir die Möglichkeit, über unsere Belegabteilung den Eingriff auch stationär durchzuführen.
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- Wie geht es nach dem Eingriff weiter?
Leichtere Belastungen, wie Gehen, sind sofort nach dem Eingriff erneut erlaubt; über 2Wochen nach dem Eingriff sollte tagsüber eine stabilisierende Bandage getragen werden, das Heben von Lasten über 5kg sollte über 4Wochen vermieden werden. An den Eingriff sollte sich Krankengymnastik anschließen. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit richtet sich nach der Art der Belastung.
Wird der Eingriff von meiner Kasse erstattet?
Bei Privatpatienten wird der Eingriff von ihrer Versicherung erstattet, das gleiche gilt für Patienten mit privater Zusatzversicherung; bei Kostenerstattung wird zumindest ein Teil von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet.
Bei gesetzlich Versicherten ist dieser Eingriff nicht in ihrem Leistungsverzeichnis enthalten; auf Wunsch können wir, bei korrekter Indikation, diesen Patienten jedoch eine den Eingriff begründende Stellungnahme, mit Kostenvoranschlag, erstellen.
Insgesamt liegen die Kosten jedoch deutlich niedriger als bei anderen vergleichbaren Eingriffen.
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Dr. Fritjof Schmidt-Hoensdorf und
Dr. Ludwig Brunnlechner
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